Inkasso heißt Verantwortung
 
 

Newsletter November / Dezember 2018 / Januar 2019

Aktuelles rund um das Forderungsmanagement


Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser, liebe Freunde des Hauses!


Wo ist nur die Zeit geblieben?

Das fragen sich immer wieder viele Leute – ganz besonders beim Jahreswechsel. Und auch uns hat diese Frage eingeholt. So passt die überschrift nicht mehr so ganz zu unserem aktuellen Newsletter, denn wir haben ja nun schon Januar.

Aber dafür können wir an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, Ihnen für Ihr Vertrauen und die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr ganz herzlich zu danken und Ihnen für das Neue Jahr 2019 unsere besten Wünsche zu übermitteln. Ihnen, Ihren Familien und Freunden wünschen wir für die kommenden zwölf Monate viel Erfolg, Glück und als Grundlage dafür stets beste Gesundheit … und dass Sie nicht allzu häufig sagen müssen: „Wo ist nur die Zeit geblieben?“.

Der Jahreswechsel ist auch immer ein Zeitpunkt für einen kurzen Rückblick: Die wichtigsten Themen, die uns im vergangenen Jahr beschäftigt haben dürften wohl das Inkrafttreten der europäischen Datenschutzgrundverordnung und die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs gewesen sein. Aber auch die Verbraucherzentralen halten uns immer wieder auf Trab. Selbstverständlich ist Verbraucherschutz gut und wichtig – aber hilft es wirklich, wenn er zu schuldnerfreundlich wird und dadurch einen Einfluss auf die gesamte Wirtschaft hat, den letztendlich die ehrlichen Kunden und Vertragspartner mitbezahlen müssen?

So hatten z. B. die Verbraucherzentralen ein Inkassounternehmen wegen vermeintlich unlauterer Drohungen abgemahnt. Hier stellt sich sofort die Frage, ab wann ein Mahnschreiben eine unzulässige Drohung darstellt – schließlich wirkt der gleiche Satz auf jeden Leser anders, je nachdem wie sensibel dieser ist. Aber ganz so schnell muss der Schuldner sich nicht bedroht fühlen. Nach dem Oberlandesgericht hat letztendlich auch der BGH klargestellt, dass

- eine konkrete Zahlungsaufforderung
- mit bestimmten Zahlungsvorschlägen
- unter Androhung gerichtlicher Schritte
- und der Ankündigung anschließender Vollstreckungsmaßnahmen
- ohne Verschleierung der Möglichkeit der Rechtsverteidigung

nicht zu beanstanden ist (Leitsatz des BGH vom 22.03.2018, I ZR 25/17).

Bei genauerer Betrachtung ist es ja auch keine Nötigung sondern durchaus positiv für den Schuldner, wenn er rechtzeitig auf mögliche Folgen des Nichtbezahlens hingewiesen wird.


Nun freuen wir uns darauf, gemeinsam mit Ihnen in das Neue Jahr 2019 zu starten und alle Anforderungen zu meistern, die dieses für uns bereithält.

Ihr Transfer-OFFICE-Team


 
 
Haftungsausschluss: Die Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden, können jedoch eine auf den Einzelfall bezogene Rechtsberatung in keinem Fall ersetzen. Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie machen es notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen.